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05.06.2017

Der Sonne zuzwinkern

Die Sonne hat schon immer die Zivilisationen beherrscht und ihrem Leben einen Sinn gegeben. Wahrscheinlich belächeln die Sonnenhelden und Götter schon einige Jahre unsere Irrtümer über die Risiken der Sonneneinstrahlung. 

 

DAS CLEVERE SONNENBADEN

Aus Statistiken geht hervor, dass ganze 70 Prozent der Menschen unter Vitamin-D-Mangel leiden. Mit Depressionen, Hormonstörungen, Bronchitis, Osteoporose, Karies und vielen anderen Krankheiten werden Sie bei Ihrem Arzt wohl schwer ein Rezept oder eine Empfehlung hinsichtlich des Sonnenbadens erhalten. Daher sollten wir es selbst in die Hand nehmen und lernen, wie man sich Sonnenstrahlen richtig aussetzt. Auch die richtige Vorbereitung von innen bzw. die richtige Ernährung wird eine Vielzahl an unerwünschten Symptomen lindern, die wir sonst viel zu oft der Sonne zuschreiben. Der Körper ist in der Lage, völlig eigenständig mit der Sonne fertigzuwerden, wenn er genügend Vitamine und Antioxidantien erhält. Vitales Essen mit wenig Kohlenhydraten schützt den Körper vor Rötungen. 
 

DAS SONNENMENÜ 

Kommerzielle Sonnenschutzmittel mit hohen Lichtschutzfaktoren sind voll von toxischen Substanzen, die vor allem die Aufnahme von Vitamin D blockieren. Die Lösung liegt daher in einem natürlichen bzw. mineralischen Schutz. Dies ist bei schwangeren Frauen, Babys und allen, die sich gern haben, sehr wichtig. Und noch etwas, was Sie über den Lichtschutzfaktor wissen sollten: Ein höherer Lichtschutzfaktor bedeutet nicht, dass uns die Creme stärker vor Sonnenstrahlen schützt, sondern er sagt uns, wie lange wir der Sonne ausgesetzt sein können. Der Lichtschutzfaktor 5 bedeutet zum Beispiel, dass wir der Sonne fünfmal länger ausgesetzt sein können, als wenn wir keinen Lichtschutzfaktor verwenden würden. Mäßigung und Vorbereitung sind daher der Schlüssel zu einem schönen Aussehen.

 

DIE NATUR PFLEGT
ZUBEREITUNG VOM MAZERAT FÜRS SONNENBADEN

Rote Karotten, Walnüsse mit Schale und Olivenöl sind die Zutaten für ein hausgemachtes Mazerat. Das Einweichen von Pflanzenteilen in Öl nennt man Mazeration, was  die Haut perfekt mit dem Lichtschutzfaktor fünf schützt. Weil ich mich schon früher im Jahr sonne, als Walnüsse grün werden, bewahre ich dieses Öl fürs nächste Jahr in meinem Kühlschrank auf. Die Haut wird dank der Anwesenheit von Beta-Carotin aus den Karotten gepflegt.  

 

  • 30 grüne Walnüsse
  • 4 Karotten
  • ein halber Liter Olivenöl
     
  
   

 

EIN EINFACHES REZEPT FÜR EINE MINERALISCHE SONNENSCHUTZCREME MIT EINEM LICHTSCHUTZFAKTOR VON 18 BIS 20

  • 4o g Kokosnussöl
  • 40 g Sheabutter
  • 10 g Bienenwachs
  • 10 g Zinkoxid
  • 1 Teelöffel ätherisches Öl (Kokos/Vanille/Lavendel) 

Geben Sie das Wachs und die Öle in ein Glasgefäß und erwärmen Sie es in einem Wasserbad. Wenn die Zutaten verflüssigt sind, nehmen Sie das Glasgefäß von der Heizfläche. Geben Sie anschließend das Zinkoxid und die Duftstoffe hinzu und vermischen Sie es. Es wird empfohlen, einen Handmixer oder Stabmixer zu verwenden, um die Klümpchen zu zerkleinern. Die Creme wird anschließend in Gläser gegossen und abgekühlt. 

 

TIPPS

Statt Sheabutter können Sie auch Kakaobutter mit einem schönen Duft verwenden. Sie können auch einen Teelöffel Vitamin E in die Creme mischen, da es die Creme stabilisiert und ausgezeichnet gegen das Altern wirkt. Wir empfehlen Ihnen, keine Zitrusdüfte für die Sonnencreme zu verwenden. Sie sollten die Creme innerhalb von sechs Monaten aufbrauchen. Diese Sonnenschutzcreme ist nicht wasserbeständig, weshalb Sie sie nach dem Schwimmen oder Schwitzen erneut auftragen sollten. Sie sorgt für einen mechanischen Schutz und keinen chemischen, weshalb sie für alle Hauttypen geeignet ist.

   

MINERALSCHUTZ

Viele Öle enthalten einen natürlichen Schutz mit einem Lichtschutzfaktor zwischen 2 und 6. Dazu gehören Sesam-, Avocado-, Kokosnuss-, Hanf- oder Sojaöl. Dabei handelt es sich ausschließlich um kaltgepresste Öle. Einen höheren Lichtschutzfaktor haben Sheabutter und Weizenkeimöl (ca. 20!). Himbeersamenöl soll sogar einen Lichtschutzfaktor von über 30 haben. Viele Öle sind jedoch nicht thermostabil und daher nicht anwendbar.

   

AUA, ES BRENNT

Deshalb ist langes „Grillen“ in der Sonne verboten. Manchmal kommt es jedoch vor, dass wir zu lange in der Sonne waren. Dann nehmen wir eine Ringelblumencreme bzw. – noch besser – eine Johanniskrautcreme, Aloe Vera Creme, Joghurt ... Vielleicht haben Sie noch nicht von der Besonderheit des Lavendelöls gehört. Man kann es ganz einfach in der Tasche verstauen und direkt auf Wunden, Verbrennungen, Verbrühungen und Flecken auftragen. Es hat die Fähigkeit, die Haut zu regenerieren, sodass man es auch in pflegende Öle für nach dem Sonnen oder Baden einrühren kann.